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Haben Sie das Gefühl, das Ihre Augen oft gestresst sind und trotz Brille kein optimales Sehen möglich ist? Treffen folgende Seh- und Anstrengungsprobleme auf Sie zu?
Treten bei Ihnen einzelne oder mehrere dieser Beschwerden auf, führen wir nach der Sehschärfenkorrektur eine zusätzliche Messung der Winkelfehlsichigkeit durch, bei der das Zusammenspiel beider Augen überprüft wird.

Winkelfehlsichtigkeit ist ein Fachausdruck in der Augenoptik und Optometrie. Es handelt sich um einen latenten (verborgenen) Stellungsfehler der Augen, eine individuelle Anomalie des Augenpaares, neben Kurz-, Übersichtigkeit und Astigmatismus (Hornhautverkrümmung). Eine Winkelfehlsichtigkeit tritt bei etwa 75% der Menschen auf, es ist keine Erkrankung.

Winkelfehlsichtige Augenpaare stehen von Natur aus nicht parallel; sie streben eine von der Parallelstellung abweichende Ruhestellung an. Die Ursache sind verschieden lang gewachsene Bewegungsmuskeln. Würde das Sehzentrum nicht darüber wachen, dass sich beide Augen stets genau auf den Punkt ausrichten, den wir anblicken, so würden die Augen in ihre Fehlstellung abweichen und wir doppelt sehen. Die Bewegungsmuskeln müssen also die Augen korrekt ausrichtet halten, und das den ganzen Tag!

Es muss aber nicht jede Winkelfehlsichtigkeit mit einer Brille versorgt werden. Wenn der Fehler beim Betroffenen keine Beschwerden auslöst und das beidäugige Sehen (Stereosehen) noch fehlerfrei funktioniert, ist eine Korrektion nicht notwendig.Treten aber Beschwerden auf, kann eine Brille mit prismatischen Gläsern Abhilfe schaffen und Beschwerden reduzieren oder sogar abstellen. Ein entspanntes anstrengungsfreies Sehen wird ermöglicht.

Offensichtliches Schielen (Strabismus) ist mit der Mess- und Korrektionsmethode für Winkelfehlsichigkeiten (MKH) nicht zu korrigieren! Keinesfalls wird von einem Augenoptikermeister ein Schielstellungsfehler korrigiert, wenn ein krankhafter Zustand vorliegt oder nur der Verdacht besteht. Hier ist stets eine augenfachärztliche Abklärung notwendig!